Kreuzfahrt mit Dialyse
Eine Kreuzfahrt trotz regelmäßiger Dialyse ist grundsätzlich möglich – allerdings hängt viel davon ab, welche Form der Dialyse benötigt wird. Zwischen einer Hämodialyse an Bord, einer selbstständig durchgeführten Peritonealdialyse und einer sogenannten Gastdialyse während eines Hafenaufenthalts bestehen erhebliche Unterschiede. Wer eine Kreuzfahrt mit Dialyse plant, sollte deshalb nicht zuerst das Schiff oder die Route auswählen, sondern klären, welche medizinische Versorgung tatsächlich angeboten wird.
Gerade bei der Hämodialyse ist die Auswahl begrenzt. Nur auf bestimmten Kreuzfahrten wird eine komplette Dialyseversorgung mit Geräten und nephrologischem Fachpersonal organisiert. Für Reisende mit Peritonealdialyse gibt es dagegen bei mehreren Reedereien Möglichkeiten, die Behandlung selbstständig an Bord fortzuführen.
Wichtig ist in jedem Fall eine frühzeitige Abstimmung mit dem behandelnden Nephrologen, der Reederei und der Krankenkasse. Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt Menschen mit chronischen Erkrankungen grundsätzlich, Reisepläne rechtzeitig vor der Buchung und möglichst mindestens zwei Monate vor der Abreise ärztlich zu besprechen.
Kann man mit Dialyse eine Kreuzfahrt machen?
Ja. Eine Dialysepflicht bedeutet nicht automatisch, dass auf Kreuzfahrten verzichtet werden muss. Entscheidend ist ein stabiler Gesundheitszustand und eine verlässliche Organisation der Behandlung während der gesamten Reise.
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:
Bei speziellen Dialyse-Kreuzfahrten wird eine Hämodialyse direkt an Bord durchgeführt. Dafür reist ein eigenes nephrologisches Team mit und die notwendigen Geräte und Materialien werden bereitgestellt.
Bei einer Peritonealdialyse kann die Behandlung – sofern die Reederei dies gestattet – selbstständig an Bord durchgeführt werden. Material, Dialyselösungen und gegebenenfalls der Cycler müssen vorher organisiert werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Gastdialyse an Land. Dabei wird die reguläre Hämodialyse während längerer Hafenaufenthalte in einem Dialysezentrum durchgeführt. Diese Variante erfordert allerdings eine besonders sorgfältige Abstimmung zwischen Fahrplan, Liegezeiten, Transfers und Behandlungszentrum.
Welche Lösung geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Dialysezentrum entschieden werden.
Welche Anbieter bieten Kreuzfahrten mit Dialyse an?
Der Begriff „Kreuzfahrt mit Dialyse“ kann leicht missverstanden werden. Ein Bordhospital bedeutet nicht automatisch, dass dort auch eine Hämodialyse durchgeführt werden kann. Tatsächlich ist eine professionell betreute Hämodialyse direkt auf dem Schiff derzeit nur auf ausgewählten Kreuzfahrten verfügbar.
Royal Caribbean: Hämodialyse auf ausgewählten Reisen
Eine der interessantesten Möglichkeiten für Patienten mit Hämodialyse bieten ausgewählte Reisen von Royal Caribbean in Zusammenarbeit mit dem Spezialanbieter Dialysis at Sea Cruises.
Royal Caribbean selbst führt keine regulären assistierten Hämodialysebehandlungen durch. Die Reederei verweist Patienten, die eine medizinisch betreute Hämodialyse benötigen, jedoch ausdrücklich an Dialysis at Sea. Auf ausgewählten Reisen organisiert dieser Anbieter Geräte, Verbrauchsmaterial und qualifiziertes Personal.
Dialysis at Sea arbeitet mit einem nephrologischen Team aus Ärzten und Dialysefachkräften. Die Behandlungen erfolgen während der Kreuzfahrt in entsprechend vorbereiteten Bereichen des Bordhospitals. Die Dialyse soll dabei nach den individuellen Vorgaben erfolgen, die auch bei der Behandlung an Land verwendet werden.
Wichtig: Das Angebot besteht nicht auf jeder Royal-Caribbean-Reise. Die konkrete Kreuzfahrt muss ausdrücklich als Dialysis-at-Sea-Reise angeboten werden.
Celebrity Cruises mit Dialysis at Sea
Auch Celebrity Cruises ermöglicht auf ausgewählten Kreuzfahrten eine professionell betreute Hämodialyse über Dialysis at Sea.
Celebrity selbst weist darauf hin, dass die Reederei keine Hämodialyse durchführt. Gäste, die eine ärztlich betreute Behandlung benötigen, können jedoch für ausgewählte Abfahrten den externen Dienstleister Dialysis at Sea nutzen. Dann reisen geschulte Ärzte und Pflegekräfte mit und die benötigte Dialysetechnik wird bereitgestellt.
Für deutsche Kreuzfahrtfans sind beispielsweise Abfahrten ab Southampton interessant. Im aktuellen Programm des Spezialanbieters finden sich unter anderem Europa- und Nordeuropa-Kreuzfahrten mit Celebrity-Schiffen. Für 2026 und 2027 werden beispielsweise Reisen mit der Celebrity Apex ab Southampton aufgeführt.
Das Angebot kann sich jedoch jederzeit ändern. Deshalb sollte niemals eine normale Celebrity-Kreuzfahrt gebucht und anschließend davon ausgegangen werden, dass sich eine Dialyse hinzufügen lässt.
AIDA: Peritonealdialyse an Bord möglich
Bei AIDA ist derzeit keine Hämodialyse an Bord möglich. Anders sieht es bei der Bauchfelldialyse beziehungsweise Peritonealdialyse aus.
AIDA gibt an, dass die Bauchfelldialyse momentan die einzige an Bord angebotene Dialyseform ist. Sie kann im medizinischen Center des Schiffes unter Aufsicht durchgeführt werden. Feste Behandlungszeiten können allerdings nicht garantiert werden, da das medizinische Personal gleichzeitig für akute Notfälle zuständig ist. Die Behandlung ist deshalb nur tagsüber während der Öffnungszeiten des Hospitals möglich.
Wer eine AIDA Kreuzfahrt mit Dialyse plant, sollte sich deshalb bereits vor der Buchung genau über die Voraussetzungen informieren und die Reederei über den medizinischen Bedarf in Kenntnis setzen.
MSC Cruises: Peritonealdialyse in Eigenregie
MSC Cruises bietet keine individuelle Hämodialyse an. Stabile Gäste, die ihre Peritonealdialyse zu Hause selbstständig durchführen können, dürfen jedoch unter bestimmten Voraussetzungen an Bord gehen.
Die benötigten Geräte, Medikamente, Dialyseflüssigkeiten und Verbrauchsmaterialien müssen vom Gast selbst organisiert werden. MSC weist außerdem darauf hin, dass das medizinische Personal an Bord nicht für die Durchführung einer Peritonealdialyse geschult ist.
Von abgelegenen Routen und Reisen mit mehreren aufeinanderfolgenden Seetagen wird Dialysepatienten ausdrücklich abgeraten. MSC verlangt außerdem eine rechtzeitige Meldung des medizinischen Bedarfs.
Mein Schiff: Aktuell keine Dialyse
Bei TUI Cruises sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine Dialyse an Bord durchgeführt werden kann. Die derzeit veröffentlichten Informationen sehen keine Durchführung einer Dialyse auf den Mein-Schiff-Schiffen vor.
Wer auf regelmäßige Hämodialyse angewiesen ist, sollte daher nach speziellen Angeboten mit Dialyse an Bord oder nach einer Reise suchen, bei der Gastdialysen an Land verlässlich organisiert werden können.
Keine Dialyse bei Phoenix Reisen
Auch auf den Hochseeschiffen von Phoenix Reisen gibt es derzeit keine Dialysestation. Phoenix weist ausdrücklich darauf hin, dass Dialysen an Bord nicht durchgeführt werden können – selbst dann nicht, wenn Gäste die Behandlung grundsätzlich selbstständig vornehmen könnten.
Damit sind die Phoenix-Schiffe für Reisende, die während der Kreuzfahrt regelmäßig eine Dialyse an Bord benötigen, derzeit keine passende Option.
Nicko Cruises: Aktuelle Hinweise beachten
Die aktuellen medizinischen Hinweise von nicko cruises beschreiben, dass Dialysen an Bord nicht durchgeführt und spezielle Dialysereisen nicht angeboten werden. Eine eigenständig durchgeführte Bauchfelldialyse in der Kabine kann nach vorheriger Anmeldung grundsätzlich möglich sein.
Vor einer Buchung sollte deshalb immer die aktuelle Auskunft der Reederei maßgeblich sein.
Hapag-Lloyd Cruises bietet keine Dialyse mehr an
Auch bei Hapag-Lloyd Cruises haben sich die Bedingungen verändert. Die EUROPA 2 war lange für ihr Dialyseangebot bekannt. Dieser Service wurde jedoch eingestellt.
Hapag-Lloyd Cruises teilte seinen Gästen im März 2025 mit, dass der Dialyse-Service auf der EUROPA 2 nach einer Prüfung nicht wieder aufgenommen wird. Ältere Ratgeber, die EUROPA oder EUROPA 2 weiterhin als Schiffe mit Dialyse nennen, sind deshalb nicht mehr aktuell.
Wie läuft eine Kreuzfahrt mit Hämodialyse an Bord ab?
Bei einer speziell organisierten Kreuzfahrt mit Hämodialyse unterscheidet sich der Bordalltag erstaunlich wenig von einer normalen Kreuzfahrt. Die Behandlung wird in den Reiseablauf integriert.
Bei Dialysis at Sea findet die Hämodialyse beispielsweise in dafür eingerichteten Räumen des Bordhospitals statt. Vor Reisebeginn werden die medizinischen Daten und Dialysevorgaben geprüft. Während der Kreuzfahrt stehen nephrologisches Fachpersonal und Dialysepflegekräfte zur Verfügung.
An Behandlungstagen geht der Patient zum vereinbarten Termin zur Dialyse. Anschließend kann, abhängig vom individuellen Befinden,das normale Bordprogramm genutzt werden. Das kann ein großer Vorteil gegenüber einer Gastdialyse an Land sein: Die Behandlung findet auf dem Schiff statt und muss nicht mit den teilweise kurzen Liegezeiten in den Häfen koordiniert werden. Trotzdem sollte genügend Erholungszeit eingeplant werden. Ein umfangreicher Landausflug unmittelbar nach einer Dialysebehandlung ist nicht für jeden Patienten sinnvoll.
Peritonealdialyse auf dem Kreuzfahrtschiff
Die Peritonealdialyse bietet auf Reisen häufig mehr Flexibilität. Wer seine Behandlung zu Hause bereits selbstständig durchführt, kann dies bei bestimmten Reedereien auch auf dem Schiff tun.
Die größte organisatorische Herausforderung ist meist nicht die Behandlung selbst, sondern der Transport des Materials. Dialyseflüssigkeiten benötigen viel Platz und müssen rechtzeitig verfügbar sein. Hinzu kommen Schlauchsysteme, Verschlusskappen, Verbandsmaterial und bei automatisierter Peritonealdialyse der Cycler. Das KfH weist bei Schiffsreisen auf eine Besonderheit hin: Hafenbereiche sind häufig Zollsperrgebiet. Eine direkte Lieferung von Dialysematerial zum Schiff ist deshalb nicht ohne Weiteres möglich. Unter Umständen muss eine Hafenspedition oder eine andere Lieferadresse außerhalb des Hafengeländes eingeschaltet werden. Gerade hier sollte mehrere Wochen oder Monate vor Reisebeginn mit Dialysezentrum, Materiallieferant und Reederei gesprochen werden.
Kreuzfahrt mit Gastdialyse im Hafen
Eine weitere Variante ist die Dialyse während eines Hafenaufenthalts. Statt einer Behandlung auf dem Schiff wird vorab ein Dialysezentrum in einem der angelaufenen Häfen reserviert.
Das kann funktionieren, ist aber anspruchsvoller als eine klassische Feriendialyse.
Die Liegezeit des Schiffes muss lang genug sein, um den Transfer zum Dialysezentrum, die Behandlung und die Rückfahrt sicher abzudecken. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass sich Kreuzfahrtrouten kurzfristig ändern können. Wetter, technische Probleme oder Entscheidungen der Hafenbehörden können dazu führen, dass ein Hafen später erreicht oder ganz ausgelassen wird.
Deshalb sollte eine Dialyse in einem Hafen niemals mit einem zu engen Zeitfenster geplant werden.
Für eine Kreuzfahrt mit mehreren notwendigen Gastdialysen muss zudem für jeden Behandlungstag eine verlässliche Lösung vorhanden sein.
Was muss bei der Planung beachtet werden?
Eine Kreuzfahrt mit Dialyse sollte deutlich früher geplant werden als ein gewöhnlicher Urlaub. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Schiff und Route, sondern vor allem die medizinische Versorgung.
Besonders wichtig sind:
- Reisefähigkeit mit dem behandelnden Nephrologen besprechen.
- Klären, ob Hämodialyse oder Peritonealdialyse während der Reise benötigt wird.
- Vor der Buchung schriftlich bestätigen lassen, welche Dialyseform die Reederei tatsächlich erlaubt oder anbietet.
- Dialyseplätze beziehungsweise den speziellen Dialyse-Service reservieren.
- Aktuellen Arztbrief, Medikamentenplan und Dialyseverordnung mitnehmen.
- Medikamente und benötigtes Material mit ausreichender Reserve einplanen.
- Materialtransport und gegebenenfalls Zollbestimmungen klären.
- Kostenübernahme mit Krankenkasse oder privater Krankenversicherung abstimmen.
- Eine geeignete Auslandskrankenversicherung einschließlich möglicher Rückführung prüfen.
- Route hinsichtlich langer Seetage, abgelegener Regionen und medizinischer Infrastruktur beurteilen.
Besonders bei einer Peritonealdialyse empfiehlt sich außerdem, für Notfälle Dialysezentren entlang der Reiseroute zu kennen.
Dialyse und Route: Nicht jede Reise ist gleich gut geeignet
Für Dialysepatienten spielt die Route eine größere Rolle als bei anderen Kreuzfahrtgästen.
Eine einwöchige Mittelmeer- oder Nordeuropa-Kreuzfahrt mit täglichen Hafenstopps und guter medizinischer Infrastruktur bietet im Notfall andere Möglichkeiten als eine Transatlantikreise mit fünf oder sechs aufeinanderfolgenden Seetagen. MSC Cruises weist beispielsweise darauf hin, dass Peritonealdialysepatienten abgelegene Routen oder Reisen mit zahlreichen Seetagen vermeiden sollten.
Wer eine Hämodialyse ausschließlich an Bord über einen spezialisierten Anbieter erhält, kann dagegen auch Routen mit mehreren Seetagen in Betracht ziehen – sofern die Behandlung für genau diese Kreuzfahrt organisiert wurde und der behandelnde Nephrologe die Reise befürwortet.
Welche medizinischen Unterlagen gehören ins Reisegepäck?
Neben Reisepass oder Personalausweis sollten Dialysepatienten ausführliche medizinische Informationen mitführen.
Dazu gehören insbesondere ein aktueller Arztbrief, Diagnosen, Angaben zum Dialyseverfahren, aktuelle Dialyseverordnung, Medikamentenplan, Allergien, Kontaktdaten des heimischen Dialysezentrums sowie Angaben zum Gefäßzugang beziehungsweise zur Peritonealdialyse.
Bei Auslandsreisen ist eine englische Version der wichtigsten Informationen sinnvoll. Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt chronisch Erkrankten ausdrücklich, Informationen zu Erkrankungen, Medikamenten, Allergien und notwendigen Hilfsmitteln mitzuführen – möglichst auch auf Englisch oder in der jeweiligen Landessprache.
Wer bezahlt die Dialyse auf einer Kreuzfahrt?
Die Kostenfrage sollte unbedingt vor der Buchung geklärt werden.
Bei einer Gastdialyse innerhalb Deutschlands werden die Behandlungskosten von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich übernommen. Innerhalb der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums und in Staaten mit entsprechenden Sozialversicherungsabkommen kann ebenfalls eine Kostenübernahme möglich sein. Die Bedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Land und Versicherer.
Bei einer medizinischen Leistung durch einen privaten Spezialanbieter auf einem Kreuzfahrtschiff sieht die Situation anders aus. Hier sollte vorab geklärt werden, welche Leistungen übernommen werden und welche Kosten privat zu tragen sind.
Eine telefonische Zusage allein ist im Zweifel wenig hilfreich. Sinnvoll ist eine schriftliche Bestätigung der Krankenversicherung.
Eine Auslandskrankenversicherung ist besonders wichtig
Auch wenn die eigentliche Dialyse organisiert ist, können an Bord weitere medizinische Kosten entstehen. Das Bordhospital arbeitet normalerweise nicht wie eine deutsche Vertragsarztpraxis und rechnet Behandlungen häufig direkt mit dem Gast ab.
Hinzu kommen mögliche Kosten für eine medizinisch notwendige Ausschiffung, einen Krankenhausaufenthalt im Ausland oder eine Rückreise nach Deutschland.
Eine leistungsfähige Auslandskrankenversicherung sollte deshalb vor Reisebeginn geprüft werden. Dabei sollte ausdrücklich geklärt werden, wie bereits bestehende chronische Erkrankungen und daraus resultierende Notfälle versichert sind.
Kreuzfahrt mit Dialyse frühzeitig buchen
Bei normalen Kreuzfahrten geht es bei einer frühen Buchung häufig um die beste Kabine. Bei einer Kreuzfahrt mit Hämodialyse geht es dagegen vor allem um einen der begrenzten Behandlungsplätze.
Spezialisierte Angebote werden nur auf ausgewählten Reisen durchgeführt. Selbst wenn auf dem gewünschten Schiff grundsätzlich Dialyse angeboten werden kann, bedeutet das nicht, dass für die konkrete Abfahrt noch ein Behandlungsplatz verfügbar ist.
Deshalb gilt: Erst Dialysemöglichkeit bestätigen lassen, dann die Kreuzfahrt verbindlich buchen.
Kreuzfahrt mit Dialyse: Urlaub auf See ist möglich
Eine Dialysepflicht muss den Traum von einer Kreuzfahrt nicht ausschließen. Entscheidend ist die richtige Form der Reise.
Für Hämodialysepatienten sind ausgewählte Reisen mit einem spezialisierten Anbieter wie Dialysis at Sea besonders interessant. Royal Caribbean und Celebrity Cruises gehören zu den Reedereien, auf deren ausgewählten Abfahrten ein solcher Service organisiert wird. Patienten mit Peritonealdialyse haben unter anderem bei AIDA oder MSC Cruises Möglichkeiten, ihre Behandlung unter den jeweiligen Bedingungen fortzuführen.
Genauso wichtig ist aber zu wissen, wo Dialyse derzeit nicht angeboten wird. Mein Schiff und Phoenix Reisen bieten keine reguläre Dialyse an Bord an, nicko cruises weist inzwischen ebenfalls darauf hin, dass keine Dialysebehandlungen durchgeführt werden, und Hapag-Lloyd Cruises hat seinen früheren Dialyse-Service beendet.
Wer frühzeitig plant, den behandelnden Nephrologen einbindet, Kosten und Versicherung klärt und ausschließlich auf schriftlich bestätigte aktuelle Angaben der Reederei vertraut, kann eine Kreuzfahrt mit Dialyse vielfach sicher und entspannt organisieren.





