Kreuzfahrt: Updates zu Reiseabsagen im Nahen Osten (Mein Schiff und MSC Cruises)
Die eskalierende Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten hat in den letzten Tagen erhebliche Auswirkungen auf Kreuzfahrten in der Region. Besonders betroffen sind Passagiere deutscher Reedereien und Reiseveranstalter von Mein Schiff und MSC Cruises – sowohl vor Ort als auch bei geplanten Abfahrten in den kommenden Tagen.
Liveticker und Updates zu aktuellen Lage
1203.2026, 11:30 Uhr: Mittlerweile haben auch alle Gäste und zahlreiche Crew der Mein Schiff 5 das Schiff verlassen und befinden sich auf dem Weg in ihre Heimatländer. Die geplanten Reisen der Mein Schiff 4 wurden bis einschließlich 23. März 2026 abgesagt.
07.03.2026, 13:30 Uhr: Für die Gäste der Mein Schiff 4 kann TUI Cruises wir die erfolgreiche Rückreise aller deutschen Gäste bestätigen. Beide von TUI Cruises organisierten Sonderflüge von Muscat (Oman) sind heute in Frankfurt gelandet. Ein weiterer Flug mit den letzten verbleibenden deutschen Gästen ist heute am Flughafen von Dubai in Richtung München abgehoben. Die ersten Gäste der Mein Schiff 5 werden morgen früh aus Riad mit einem von TUI Cruises organisierten Flug nach Deutschland gebracht.
06.03.2026, 14:00 Uhr: MSC Cruises hat Stand jetzt Flüge für die mehr als 1.500 Gäste organisiert, die sich an Bord der MSC Euribia in Dubai befanden, damit sie die Region verlassen können. Bis heute Morgen sind insgesamt sieben Flüge mit Gästen von MSC Cruises aus der Region abgeflogen.
06.03.2026, 13:00 Uhr: Die Organisation der Rückreisen der Mein Schiff Gäste aus der Golfregion schreitet weiter voran. In den vergangenen Tagen konnten bereits zahlreiche Gäste ihre Heimreise antreten. Bislang hat TUI Cruises 840 Gäste der Mein Schiff 4 über Dubai mit Flügen der Airline Emirates nach Deutschland zurückgebracht. Für heute sind weitere 660 Rückreisen über Dubai geplant. Darüber hinaus sind für heute Nacht von TUI Cruises organisierte Sonderflüge ab Muscat (Oman) nach Deutschland vorgesehen, auf denen rund 640 Gäste ihre Heimreise antreten können. Die Gäste befinden sich bereits auf dem Weg zum Flughafen. Mittlerweile haben mehr als 2.000 Gäste die Mein Schiff 4 verlassen und sind nach Hause zurückgekehrt oder bereits auf dem Weg dorthin.
05.03.2026, 09:30 Uhr: Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 befinden sich weiterhin in den Häfen von Abu Dhabi und Doha, die Gäste an Bord werden dort umfassend betreut und versorgt. Von Dubai aus haben einige Fluggesellschaften begonnen, gestrandete Reisende aus der Region auszufliegen. Auch erste Gäste der Mein Schiff 4 konnten bereits über Dubai nach Deutschland zurückreisen.
04.03.2026, 16:00 Uhr: MSC Cruises koordiniert mit Fluggesellschaften und Behörden die Rückführung von Gästen. Die Situation an Bord ist weiterhin ruhig.
04.03.2026, 15:30 Uhr: Für die Mein Schiff 5 wurden Reisen bis einschließlich 12. März 2026 abgesagt. Zudem wurden Weltentdecker-Gäste separat per E‑Mail informiert.
04.03.2026, 09:30 Uhr: Die Gäste befinden sich weiterhin an Bord der Mein Schiff 4 und der Mein Schiff 5. Sie werden umfassend betreut und versorgt. Der Bordbetrieb läuft regulär im Rahmen der gegebenen Umstände. Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für die Region bestehen unverändert fort. Daher können die ursprünglich geplanten Reisen der Mein Schiff 4 (bis 9. März) und Mein Schiff 5 (bis 5. März) nicht planmäßig durchgeführt werden.
03.03.2026, 16:00 Uhr: Derzeit ist die Lage an Bord der MSC Euribia in Dubai ruhig. Die Gäste haben uneingeschränkten Zugang zu allen Borddienstleistungen und Einrichtungen. MSC Cruises sorgt weiterhin für einen hohen Standard an Betreuung, Komfort und Unterstützung sowohl für die Gäste als auch für die Besatzung.
03.03.2026, 15:30 Uhr: Heute ist ein Sonderflug der Fluggesellschaft Emirates von Dubai nach München gestartet (Abflug 15:50 Uhr Ortszeit). Für diesen Flug wurden 218 Gäste der Mein Schiff 4 durch Emirates berücksichtigt. Ein organisierter Transfer hat die betreffenden Gäste von Abu Dhabi nach Dubai gebracht.
02.03.2026, 12:00 Uhr: Aufgrund der weiterhin dynamischen Situation in der Region sowie eingeschränkter Flugverbindungen steht TUI Cruises in engem Austausch mit den Fluggesellschaften, um eine verlässliche Planung der Rückreisen zu ermöglichen. In öffentlich zugänglichen Flugportalen sind derzeit vereinzelt Flugbewegungen in die Region sichtbar. Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um Sonder-, Fracht- oder Positionierungsflüge, die keine regulären Passagierverbindungen darstellen. Die Organisation der Rückreisen hat, neben der umfassenden Betreuung unserer Gäste an Bord, derzeit höchste Priorität. Sobald uns belastbare und bestätigte Flugoptionen vorliegen, informieren wir die betroffenen Gäste unmittelbar und transparent.
Abgesagte Reisen und betroffene Schiffe
Mehrere Reedereien, darunter TUI Cruises, haben angekündigt, ursprünglich geplante Orient-Kreuzfahrten nicht wie vorgesehen durchzuführen. Betroffen sind unter anderem Abfahrten der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5, die zwischen Ende Februar und Anfang März in Häfen wie Dubai oder Doha stationiert waren und Stationen rund um den Persischen Golf geplant hatten. Diese Reisen mit Abreisedatum 28. 02., 01. 03., 02. 03., 05. 03. sowie weitere Folgetermine wurden gestrichen. Betroffene Gäste wurden direkt informiert.
- Mein Schiff 4: Bis einschließlich 23 März 2026
- Mein Schiff 5: Bis einschließlich 12. März 2026
Die drei für diese Wintersaison geplanten Orient-Kreuzfahrten der MSC Euribia wurden abgesagt, alle betroffenen Gäste wurden kontaktiert und ihnen wurde eine vollständige Rückerstattung angeboten.
- MSC Euribia: 14. März 2026 (15. März ab Doha, 18. März ab Abu Dhabi)
- MSC Euribia: 21. März 2026 (22. März ab Doha, 25. März ab Abu Dhabi)
- MSC Euribia: 28. März 2026 (29. März ab Doha, 1. April ab Abu Dhabi)
Offizielle Informationen des Anbieters betonen, dass aufgrund der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie der eingeschränkten Flugverbindungen eine planmäßige Durchführung dieser Kreuzfahrten derzeit nicht möglich ist. Gleichzeitig wird betont, dass die Sicherheit der Gäste und der Crew oberste Priorität hat und der Bordbetrieb im Rahmen der aktuellen Situation regulär fortgeführt wird.
Reisende in der Region: Situation an Bord und Rückreiseplanung
Nach Berichten aus verschiedenen Quellen sitzen tausende Kreuzfahrer aktuell in den Häfen von Dubai, Abu Dhabi und Doha fest, da Reisen nicht fortgesetzt werden können und Flugverbindungen weitgehend ausgesetzt sind. Die Schiffe bleiben in den betreffenden Häfen liegen, es bestehen erhebliche Einschränkungen bei Abreise- und Anreiseflügen, und Passagiere sind vorerst auf den Rückflug über alternative Routen angewiesen.
Darüber hinaus berichten Medien, dass Sicherheitsalarm-Situationen an Bord aufgetreten sind – etwa den Einsatz von Schutzmaßnahmen, als in der Nähe eines Schiffs eine Rakete einschlug. Dies unterstreicht die angespannt Lage vor Ort und die Herausforderungen für Crew und Passagiere gleichermaßen.
Weitere Reedereien reagieren
Nicht nur TUI Cruises ist betroffen: Auch andere Gesellschaften wie MSC Cruises oder kleinere Anbieter haben bereits einzelne Abfahrten im Arabischen Golf und am Roten Meer abgesagt oder geändert. Dies betrifft sowohl aktuell im Einsatz befindliche Schiffe als auch geplante Reisen im Winterfahrplan.
Aufgrund der seit längerem ungewissen Situation im Nahen Osten hat Costa Kreuzfahrten bereits im Juli 2025 beschlossen, die ursprünglich für diesen Winter geplanten Kreuzfahrten in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord der Costa Toscana nicht durchzuführen. Dies schließt die Positionierungskreuzfahrten von und nach Dubai mit ein. „Stattdessen haben wir für unser Flaggschiff ein Alternativprogramm im westlichen Mittelmeer aufgesetzt, um unseren Gästen so früh wie möglich verlässliche Klarheit über ihre Urlaubspläne zu geben.“, so Costa in einem Statement vom 2. März 2026.
Auch die Weltreise mit der Costa Deliziosa findet 2026 ohne Stopps in der Region statt. Das Schiff ist derzeit in Richtung Sri Lanka unterwegs und wird anschließend über die Malediven und Mauritius Kurs auf Südafrika nehmen, bevor es sich schließlich auf den Weg zurück ins Mittelmeer macht.
Auswärtige Amt und Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt hat die Risiko- und Sicherheitshinweise für die Golfregion aktualisiert und weiterhin erhöhte Sicherheitsempfehlungen für Reisende ausgesprochen. Viele Reiseveranstalter und Kreuzfahrtanbieter orientieren sich an diesen offiziellen Empfehlungen, um Entscheidungen über Routenänderungen oder Reiseabsagen zu treffen. Konsularische Hilfe und Krisenhilfen werden über deutsche Botschaften angeboten, während Passagiere gebeten werden, aktuelle Informationen aus offiziellen Quellen zu verfolgen.
Für deutsche Kreuzfahrer ist es jetzt besonders wichtig, aktuelle Reisehinweise zu beachten und sich regelmäßig bei ihren Veranstaltern und auf offiziellen Seiten über neue Entwicklungen zu informieren.





