Kreuzfahrt: Reiseabsagen im Nahen Osten
Die eskalierende Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten hat in den letzten Tagen erhebliche Auswirkungen auf Kreuzfahrten in der Region. Besonders betroffen sind Passagiere deutscher Reedereien und Reiseveranstalter von Mein Schiff und MSC Cruises – sowohl vor Ort als auch bei geplanten Abfahrten in den kommenden Tagen.
Abgesagte Reisen und betroffene Schiffe
Mehrere Reedereien, darunter TUI Cruises, haben angekündigt, ursprünglich geplante Orient-Kreuzfahrten nicht wie vorgesehen durchzuführen. Betroffen sind unter anderem Abfahrten der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5, die zwischen Ende Februar und Anfang März in Häfen wie Dubai oder Doha stationiert waren und Stationen rund um den Persischen Golf geplant hatten. Diese Reisen mit Abreisedatum 28. 02., 01. 03., 02. 03., 05. 03. sowie weitere Folgetermine wurden gestrichen. Betroffene Gäste wurden direkt informiert.
- Mein Schiff 4: Reisebeginn 01.03. und 02.03.2026, sowie 08.03. und 09.03.2026
- Mein Schiff 5: Reisebeginn 28.02 und 05.03.2026
Offizielle Informationen des Anbieters betonen, dass aufgrund der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie der eingeschränkten Flugverbindungen eine planmäßige Durchführung dieser Kreuzfahrten derzeit nicht möglich ist. Gleichzeitig wird betont, dass die Sicherheit der Gäste und der Crew oberste Priorität hat und der Bordbetrieb im Rahmen der aktuellen Situation regulär fortgeführt wird.
Reisende in der Region: Situation an Bord und Rückreiseplanung
Nach Berichten aus verschiedenen Quellen sitzen tausende Kreuzfahrer aktuell in den Häfen von Dubai, Abu Dhabi und Doha fest, da Reisen nicht fortgesetzt werden können und Flugverbindungen weitgehend ausgesetzt sind. Die Schiffe bleiben in den betreffenden Häfen liegen, es bestehen erhebliche Einschränkungen bei Abreise- und Anreiseflügen, und Passagiere sind vorerst auf den Rückflug über alternative Routen angewiesen.
Darüber hinaus berichten Medien, dass Sicherheitsalarm-Situationen an Bord aufgetreten sind – etwa den Einsatz von Schutzmaßnahmen, als in der Nähe eines Schiffs eine Rakete einschlug. Dies unterstreicht die angespannt Lage vor Ort und die Herausforderungen für Crew und Passagiere gleichermaßen.
Weitere Reedereien reagieren
Nicht nur TUI Cruises ist betroffen: Auch andere Gesellschaften wie MSC Cruises oder kleinere Anbieter haben bereits einzelne Abfahrten im Arabischen Golf und am Roten Meer abgesagt oder geändert. Dies betrifft sowohl aktuell im Einsatz befindliche Schiffe als auch geplante Reisen im Winterfahrplan.
Aufgrund der seit längerem ungewissen Situation im Nahen Osten hat Costa Kreuzfahrten bereits im Juli 2025 beschlossen, die ursprünglich für diesen Winter geplanten Kreuzfahrten in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord der Costa Toscana nicht durchzuführen. Dies schließt die Positionierungskreuzfahrten von und nach Dubai mit ein. „Stattdessen haben wir für unser Flaggschiff ein Alternativprogramm im westlichen Mittelmeer aufgesetzt, um unseren Gästen so früh wie möglich verlässliche Klarheit über ihre Urlaubspläne zu geben.“, so Costa in einem Statement vom 2. März 2026.
Auch die Weltreise mit der Costa Deliziosa findet 2026 ohne Stopps in der Region statt. Das Schiff ist derzeit in Richtung Sri Lanka unterwegs und wird anschließend über die Malediven und Mauritius Kurs auf Südafrika nehmen, bevor es sich schließlich auf den Weg zurück ins Mittelmeer macht.
Auswärtige Amt und Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt hat die Risiko- und Sicherheitshinweise für die Golfregion aktualisiert und weiterhin erhöhte Sicherheitsempfehlungen für Reisende ausgesprochen. Viele Reiseveranstalter und Kreuzfahrtanbieter orientieren sich an diesen offiziellen Empfehlungen, um Entscheidungen über Routenänderungen oder Reiseabsagen zu treffen. Konsularische Hilfe und Krisenhilfen werden über deutsche Botschaften angeboten, während Passagiere gebeten werden, aktuelle Informationen aus offiziellen Quellen zu verfolgen.
Für deutsche Kreuzfahrer ist es jetzt besonders wichtig, aktuelle Reisehinweise zu beachten und sich regelmäßig bei ihren Veranstaltern und auf offiziellen Seiten über neue Entwicklungen zu informieren.





